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off-informationen
herausgegeben vom Bundesverband Freier Theater e.V.
04/09
Editorial
Es war Balsam für die Seele eines
jeden Freien Darstellenden Künstlers, was Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff,
Staatssekretär für Kultur in Nordrhein-Westfalen, zur Eröffnung des „Festival
Impulse 2009“ in aller Deutlichkeit sagte.
In den Zeiten der Finanzkrise
würden sich vor allem die Kommunen von der Kulturfinanzierung zurückziehen, in
der Hoffnung, das Land würde angesichts der kommunalen Finanzlöcher hilfreich
zur Seite stehen. Dies würde jedoch so ganz gewiss nicht funktionieren. Anders
würde man jedoch bei den Freien Theatern verfahren, deren Finanzierung trotz
der mittelfristigen Anhebung der Fördermittel in den vergangenen 3 Jahren um 60
Prozent noch immer viel zu gering ist.
Er hob hervor, dass sich die Freie
Szene längst neben den Stadt- und Staatstheatern als künstlerisch gleichwertig etabliert
hat, als ungleiche Schwester zwar, aber mit nach wie vor großer Lust am
Experimentieren, mit einer vitalen Kreativität und einer beachtlichen
Bereitschaft zum künstlerischen Risiko. „Ich bin von Mal zu Mal mehr der
Überzeugung, dass das neue, das mitreißende Theater nur im Einzelfall an den
großen Ozeandampfern entsteht, sondern eher in der Freien Szene“.
Mehr und mehr beginnt man in der
Kulturpolitik, den wahren Wert Freier Tanz- und Theaterarbeit zu erkennen,
nachdem es ja schon seit zwei Jahren im Abschlussbericht der Enquete-Kommission
„Kultur in Deutschland“ nachzulesen ist: Die Freien Theater sind eine
unverzichtbare Säule der Deutschen Theaterlandschaft!
Wann wird man diese Tatsache in
Kommunen, Ländern und Bund denn endlich zur Kenntnis nehmen, wie dies in
Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen oder Köln und Düsseldorf ja schon
ansatzweise geschehen ist. Wann wird man denn endlich erkennen, dass das
künstlerische Potential auch ausreichend gefördert werden muss … in einem
vernünftigen Verhältnis zur Förderung von Stadt- und Staatstheatern, das der
erbrachten Leistung auch gerecht wird.
Es ist ein Skandal sonders gleichen,
dass Kulturdezernate, -ämter und -ministerien öffentlich bekennen, die prekäre
soziale Lage Freischaffender Darstellender Künstler bewusst in Kauf zu nehmen,
um sich trotz unzureichender Bereitstellung von Fördermitteln mit
künstlerischer Vielfalt schmücken zu können.
Die überwiegende Mehrzahl der
Kulturpolitiker ist ihrer Aufgabe und der daraus resultierenden Verantwortung
nicht gewachsen. Man hält in Ermangelung von Kenntnis und Erfahrung an
Bewährtem und Althergebrachtem fest, das ein Mindestmaß an Prestige und
Aufmerksamkeit verspricht. Es ist schon bemerkenswert, dass dort, wo Neues
entsteht, wo risikobereit innovative Kunst einigermaßen zufriedenstellend
gefördert wird, Entscheidungsträger sitzen, die im Bereich Kunst entweder eine
Ausbildung genossen haben oder aber durch Erfahrung einen einigermaßen
umfassenden Überblick über ihr Ressort haben. Diese sind jedoch in Deutschland
leider sehr, sehr rar gesät.
Neben der mangelhaften Förderung
behindern fehlende Strukturen und unausgereifte Gesetzgebungen die Arbeit
Freischaffender Künstler. Die existierenden Förderstrukturen müssten regelmäßig
auf ihre Effizienz überprüft werden und durch zeitgemäße neue Instrumentarien
wie Wiederaufnahmeförderung, Nachwuchsförderung, Basis- oder Konzeptförderung
erweitert werden. Eine begriffliche und rechtliche Vereinheitlichung der
einzelnen Förderbereiche auf kommunaler, Landes- und Bundesebene ist dringend
vonnöten. Hinsichtlich der Infrastrukturen fehlen fast überall Produktions- und
Spielstätten für Freie Theater, die neben den räumlichen und technischen
Voraussetzungen für eine professionelle Arbeit auch über entsprechende
Produktions- und Gastspieletats verfügen. Und die vorhandenen rechtlichen
Strukturen müssten endlich dahingehend reformiert werden, dass die Praxis
Freischaffender Darstellender Künstler und damit verbundene Eigenarten auch
ausreichend berücksichtigt werden, da viele ansonsten ungewollt gezwungen sind,
zumindest in Grenzbereichen der Legalität zu agieren.
Der Bundesverband Freier Theater wird
durch interne neue Strukturen und Aufgabenteilungen noch effektiver an der
Umsetzung all der oben beschriebenen Aufgaben arbeiten. Eine wichtige
Voraussetzung hierfür ist, dass wir endlich – hoffentlich ab dem Jahr 2011 -
eine hauptamtlich besetzte Geschäftsstelle einrichten können. Durch die stetig
wachsende Bedeutung der Freien Theater sind unsere zunehmenden Aufgaben
ehrenamtlich kaum mehr zu bewältigen …
was ja wiederum für eine erfolgreiche Arbeit der letzten 19 Jahre als
Interessensvertretung Freier Darstellender Künstler spricht.
Im nächsten Jahr besteht der
Bundesverband Freier Theater seit 20 Jahren. Gründe für Jubelfeierlichkeiten
haben wir wenige, da die Bedingungen für professionelle Freischaffende
Darstellende Künstler sich bei weitem noch nicht zufriedenstellend verbessert
haben. Wir lassen jedoch nicht locker und werden weiter dafür kämpfen, dass in
der Politik ein ausgeprägtes Bewusstsein bzgl.
des wahren Wertes Freischaffender Tanz- und Theaterarbeit entsteht … Denn
es ist das Zukunftsmodell der Darstellenden Kunst!
Alexander Opitz
1. Vorsitzender des BuFT
von Alexander
Opitz
Neues aus dem BuFT
Die 19. Delegiertenversammlung des Bundesverbandes
Freier Theater
Landesverband
Freie Theaterschaffende (LAFT) Berlin
Landesverband
Freier Theater in Niedersachsen
Verband Freie Darstellende Künste Bayern e. V.
Landesverband freier Theater
Mecklenburg-Vorpommern
Termine - Ausschreibungen
Wettbewerb: Neuer Stückewettbewerb am Zimmertheater
Tübingen
Wettbewerb: Autorenpreis für Kinder- und
Jugendtheater des Bundesministeriums
Ausschreibung: Neue Kinder- und Jugendtheaterstücke für
Kaleidoskop 2010
Ausschreibung: Festival 150prozent made in Hamburg 2010
Wettbewerb: Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg 2010
Ausschreibung: 17. Werkstatt-Tage der Kinder- und
Jugendtheater
Förderung: Offene Förderung der Kulturstiftung des Bundes
Förderung:
Gastspielförderung durch NPN Theater
Ausschreibung:
Berliner Festspiele - Internationales Forum Theatertreffen 2010 Förderung:
Projektförderung durch den Fonds Darstellende Künste
Stipendien: Berliner Tänzerinnen und Tänzer
Termine - Aus- und
Weiterbildungen
Kurs: Photografs & Memories - Biografisches Theater
Seminarprogramm „Kultur & Management“
Termine - Festivals, Symposien, Tagungen
Symposium: Frankfurter Autorenforum
für Kinder- und Jugendtheater
Festival: Theater Festival Impulse
Festival: Hart am Wind - 2. norddeutsches Kinder- und
Jugendtheaterfestival
Schwerpunkt- Ergebnisse der Klausurtagung des BuFT in Wolfenbüttel
Verbesserung der Sozialen Lage Freischaffender Darstellender Künstler -
Neue Strukturen beim BuFT oder Das
Wolfenbüttler Programm -
von Eckhard Mittelstädt
Sachsen
Anhalt - Katrin Brademann stellt das Landeszentrums „Spiel & Theater“
Sachsen-Anhalt e.V.
Kulturpolitische Gesellschaft mit
neuem Vorstand
Kulturpolitik
trotz Krise – Was ist zu tun?
Spar-Tsunamie
rollt: Wuppertal, Köln, Hamburg, Stuttgart ...
Private Krankenversicherung und ALG II
Umsatzsteuerpflicht bei Zahlungen aus öffentlichen
Kassen
Was noch?
Am 25. November fand in Köln die 19.
Delegiertenversammlung des Bundesverbandes Freier Theater statt. Ingrid Berzau
und Dieter Scholz stellten freundlicherweise ihre Spielstätte „Freies Werkstatt
Theater Köln“ kostenlos zur Verfügung.
Zeit und Ort wählten wir, da an diesem Tag in Köln das
Festival Impulse eröffnet wurde. Die künstlerischen Leiter Tom Stromberg und
Matthias von Hartz stellten den Delegierten aus den Bundesländern nicht nur
Karten für den Eröffnungsmarathon und die anschließende Party zur Verfügung,
sondern kamen auch vor der Mittagspause ins Freie Werkstatt Theater, um der
Versammlung das Konzept des Festivals vorzustellen und zu erläutern. Das war
mehr als nur eine Geste und wir danken beiden herzlich für ihr Engagement.
Tom Stromberg und Matthias von Hartz haben ein äußerst
lesenswertes Statement für Freies Theater verfasst, was man unbedingt lesen
sollte. Ihr findet es unter der Email-Adresse www.nachtkritik.de.
Die diesjährige Delegiertenversammlung war verbunden mit
den turnusmäßigen Neuwahlen des Vorstands: Der alte Vorstand wurde einstimmig
für zwei Jahre wiedergewählt. Lediglich Fabian Schwarz aus Bayern schied auf
eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus, da ihm die eigene Theaterarbeit keine Zeit
mehr für eine weitere Vorstandstätigkeit lässt. Wir danken Fabian sehr für sein
jahrelanges, ehrenamtliches Engagement für die Freien Theater im Vorstand des
BuFT.
Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender: Alexander Opitz (Baden-Württemberg)
Stellv. Vorsitzende: Alexandra Schmidt (Nordrhein-Westfalen)
Stellv. Vorsitzender: Eckhard Mittelstädt (Niedersachsen)
Kassenführer: Frank Reich (Brandenburg)
Schriftführerin: Katrin Brademann (Sachsen-Anhalt)
Beisitzer: Jan Deck (Hessen)
Zentrales Thema auf der
Tagesordnung waren die zukünftige Strukturierung des Bundesverbandes Freier
Theater, um eine weitere Professionalisierung der ehrenamtlichen Arbeit zu
erreichen, und die weitere Vorgehensweise zur Verbesserung der
Arbeitsbedingungen bzw. der sozialen Lage Freischaffender Darstellender
Künstler. Weiteres hierüber ist unter der Rubrik „Schwerpunktthema“ zu lesen.
Alexander Opitz
Landesverband Freie Theaterschaffende (LAFT) Berlin
Wir zitieren eine gemeinsame Pressemitteilung von LAFT
Berlin und Tanzbüro Berlin vom 05. November 2009:
Freie darstellende Kunst
braucht eine Erhöhung ihrer Fördermittel
Am 23. Oktober 2009 hat die Jury
ihre Empfehlungen für die Vergabe der Fördermittel für privatrechtlich
organisierte Theater und Theater- und Tanzgruppen in Berlin für 2010 bekannt gegeben.
Für die Einstiegs-,
Einzelprojekt- und Spielstättenförderung standen der Jury 998.890 Euro zur Verfügung,
die auf insgesamt 37 Anträge verteilt wurden. Das Antragsvolumen betrug
hingegen rund 7,2 Millionen Euro bei 249 Anträgen, wobei das beantragte Budget
der geförderten Gruppen und Spielstätten häufig noch gekürzt werden musste.
Diese Zahlen unterstreichen erneut die beständige Unterfinanzierung
privatrechtlich organisierter Theater und Theater- und Tanzgruppen.
Bereits im Frühjahr 2009
forderten LAFT Berlin und TanzRaumBerlin Netzwerk in einem gemeinsamen
Positionspapier die Korrektur der unter jeglichem Mindestlohnsatz liegenden Lohnverhältnisse
öffentlich geförderter KünstlerInnen und entwarfen in ausführlichen
Berechnungen eine notwendige Honoraruntergrenze und eine damit verbundene Etaterhöhung.
Auch die Jury machte in einem
Schreiben zur Situation der Freien Theater- und Tanzszene Berlins auf die
dringende Notwendigkeit einer Etaterhöhung aufmerksam, da die verfügbare Summe
nach ihrer Einschätzung nicht ausreicht, „um der zweifelsfrei großen Bedeutung
der innovativen Theater- und Tanz-Szene für das Berliner Kulturprofil zu
entsprechen und auch nur annähernd ihrem realen Bedarf gerecht zu werden“.
Die Forderung einer Etaterhöhung
wurde in den Haushaltsberatungen des Kulturausschusses leider nicht
berücksichtigt. Die Fortsetzung der Haushaltsberatungen für 2010/2011 im
Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses bietet nun in den nächsten Tagen
die letzte Gelegenheit, dass eine nachdrücklich empfohlene Aufstockung der
Mittel für freie darstellende KünstlerInnen doch noch beschlossen wird.
www.freie-theaterschaffende-berlin.de
Landesverband
Freier Theater in Niedersachsen
Hart am Wind - 2. norddeutsches Kinder- und Jugendtheaterfestival - Vom 20. bis 27. Februar 2010 wird das Staatstheater
Hannover in Kooperation mit dem Klecks Theater, der Theaterwerkstatt Hannover,
dem Landesverband Freier Theater in Niedersachsen e.V. und dem Kinder- und
Jugendtheaterzentrum in der BRD für das Festival „Hart am Wind“ Gastgeber der
norddeutschen Theaterszene sein. s. Festivals
Verband Freie Darstellende Künste Bayern e. V.
Neue Gastspielförderung Bayern - Aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums
für Wissenschaft, Forschung und Kunst wird der Verband ab 2010 eine Förderung
von Gastspielen Freier professioneller Theater ausschreiben und vergeben.
Die Fördermittel
betragen 30.000Euro für das Kalenderjahr 2010. Zusätzliche Mittel wurden bei
anderen Institutionen beantragt. Das Modell ist eine Abwandlung des
Fördermodells „Bühne frei - Abspielförderung 2009“ in Rheinland-Pfalz.
Die Förderung können
alle freien und professionellen Theater in Bayern für Gastspiele innerhalb
Bayerns in Anspruch nehmen. Dazu bewerben sich die Theatergruppen um die
Aufnahme in einen Theaterkatalog. Aus diesen Gastspielangeboten erstellt der
Verband einen gedruckten Theaterkatalog und eine Webseite. Dieser Katalog wird
an die Veranstalter in Bayern verteilt und soll gleichzeitig die Vielfalt und
Breite des Angebotes der freien Szene präsentieren. Die Mittelvergabe erfolgt
zu zwei Stichtagen im März und Juli 2010.
Ausgenommen von der
Förderung sind Produktionen mit nur einem Darsteller, kommerzielle
Tourneetheater, Lesungen, Comedy und Improtheater. Als Veranstalter können nur
Theater und vergleichbare öffentliche Einrichtungen auftreten, die 50% der
Honorarkosten und die Nebenkosten tragen müssen. Das Gastspiel muss außerhalb
der Sitzgemeinde der Theatergruppe sein. Ausgenommen sind ebenso Veranstalter
in der Landeshauptstadt München, da gezielt Gastspiele in anderen Städten und
im Land gefördert werden sollen.
Das Fördermodell
übernimmt dabei die Forderungen der Freien Theater nach Mindesthonoraren.
Deswegen wird unter anderem ein Mindesthonorar oder vergleichbare Erträge von
mindestens 200Euro pro Aufführung und Darsteller gefordert.
Weitere
Informationen: www.freie-theater-bayern.de
Wikipedia: Freie
Darstellende Künste - Der Verband Freie Darstellende Künste Bayern e.V., hat ein
Online-Lexikon zu Themen der freien Theater eingerichtet. Das Projekt basiert
auf der Technologie der Plattform Wikipedia.
Im Gegensatz zum
originalen Wikipedia sollen jedoch gezielt Artikel über Personen, Gruppen,
Begriffe, Institutionen und Themen gesammelt werden, die in der allgemeinen
Wikipedia aus redaktionellen Gründen nicht aufgenommen werden. So fehlt bis
heute ein entsprechender Eintrag des Bundesverbandes der freien Theater sowie
Artikel über freie Theater. Für die Mitarbeit wurden Dozenten und Studierende
der Theaterwissenschaften in München eingeladen. Dabei sollen neben wissenschaftlichen
Themen auch praktische Bereiche behandelt werden wie Kultur- und
Theaterförderungen, KSK, Steuer und Rechtsfragen, Organisation, Arbeitsformen,
Ausbildungswege, Lebensläufe und die Geschichte der Freien Theater aller
Sparten bzw. der freien darstellenden Künste.
Um das Lexikon
beständig zu erweitern, bittet der Verband um die Mitarbeit von sachkundigen
und interessierten Redakteuren. Jeder Internetnutzer kann die Beiträge und
Themen erstellen, bearbeiten und ergänzen. Die Qualität der Beiträge soll
langfristig durch kompetente Moderatoren gesichert werden. Diese erste
Plattform ist ein Grundbaustein, der jederzeit erweitert und bundesweit
genutzt werden soll.
www.wikipedia-freie-theater.de
Qualifizierte
Interviews der Studie zur wirtschaftlichen Situation darstellender Künstler - In Bayern
wurden die Interviews der bekannten Studie getrennt nach „Bayern Land“ und
„Stadt München“ durchgeführt. Der Verband fasst nun diese Ergebnisse
exemplarisch zusammen und bereite diese auf.
Ergänzend
werden die statistischen Daten der Theater erfasst. Damit will der Verband eine
Publikation vorlegen, die einerseits die wirtschaftliche Situation der darstellenden
Künstler aufzeigt und andererseits die Leistungen dokumentiert. Dieses
Argumentationsmaterial stellt der Verband den Theaterschaffenden zur
Verfügung. Das Ziel ist die Fördergeber und politischen Gremien von der
erforderlichen Anpassung von Fördergelder und Bedingungen der freien
Theaterschaffenden zu überzeugen.
Freie Theater in München - Die Situation der freien Gruppen
und freien Theater mit Spielstätten in München war das Schwerpunktthema der
diesjährigen Mitgliederversammlung. Dabei wurde vereinbart im März 2010 zu
einem Treffen der freien Gruppen einzuladen. Während fast alle Theater mit
Spielstätte im Verband vertreten sind, fehlt der Kontakt zu den freien Gruppen.
Der Grad der Vernetzung ist noch sehr gering und die Angebote des Verbandes sind
zu wenig bekannt. Im Rahmen dieses Treffens soll die zukünftige Aufgabe des
Verbandes in München besprochen werden. Es wurde jedoch schon deutlich, daß es
eine wesentliche Aufgabe des Verbandes sein wird, mit Information und
Recherche, der mangelhaften Informationspolitik des Kulturreferates der Stadt
München entgegenzutreten.
Die entscheidenden
Projekte der Stadt werden immer noch hinter verschlossenen Türen vorbereitet,
so dass keine Meinungsbildung und Diskussion in und mit der freien Szene erfolgen
kann.
Personalien - Die Mitgliederversammlung hat den
bisherigen Vorstand, Wolfgang Hauck (Die Stelzer, Landsberg am Lech), Sebastian
Seidel (S'ensemble Theater, Augsburg) und Uwe Bertram (Theater Belacqua,
Wasserburg) am 21. November 09 im Amt bestätigt. Der Vorstand wird in den
nächsten zwei Jahren die Gastspielförderung und das Serviceangebot weiter
ausbauen. Vorrangiges Ziel ist weiterhin die Einrichtung einer institutionell
geförderten Geschäftsstelle. Die Mitgliederzahl hat sich auf 48 Theater
erhöht. Unterrepräsentiert sind noch die Tanzschaffenden. Das hat mit der seit
langem gut organisierten Theaterszene in Bayern zu tun. Hier sollen die Kontakte
ausgebaut werden.
Wolfgang Hauck, Verband Freie
Darstellende Künste Bayern e. V.
Landesverband freier Theater Mecklenburg-Vorpommern
Der Landesverband freier Theater Mecklenburg-Vorpommern veranstaltet in Rostock vom 28.-31. Januar 2010 das Festival „Spiellust“. Das genaue Programm ist abrufbar unter www.laftmv.de
Termine - Ausschreibungen
Bewerbungsschluss 05. Dezember 09
Wettbewerb: Neuer Stückewettbewerb am Zimmertheater Tübingen - Nach dem
ersten Stückewettbewerb Zimmer_Renovierung und der erfolgreichen Uraufführung
des Gewinnerstücks „Hamlet Samples“ von Thomas Lilge, wird es im Zuge der
kontinuierlichen Förderung neuer Dramatik am Zimmertheater in der kommenden
Saison den nächsten Wettbewerb geben: Krisen_Zimmer. Gesucht wird das Stück zur
Krise, sei es die Wirtschafts- und/oder Klimakrise und der Umgang mit
ihr/ihnen. Zu gewinnen sind neben Ruhm und Ehre 1.000 Euro und die Uraufführung
des Werkes am Zimmertheater in der Spielzeit 2010/11 - bis zum Ende dieser
Spielzeit haben Krauße und Schäfer soeben ihre Verträge verlängert. Der
Einsendeschluss ist der 05.12.09. Bewerbungen möglichst per mail an info@zimmertheater-tuebingen.de, Stichwort: Krisen_Zimmer.
Einsendeschluss 10. Dezember 09
Wettbewerb: Bundesministerium
schreibt Autorenpreis für Kinder- und Jugendtheater aus - Das Bundesministerium für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend hat den Deutschen Kindertheaterpreis 2010 und den
Deutschen Jugendtheaterpreis 2010 ausgelobt. Die beiden mit jeweils 10.000 Euro
dotierten Preise werden alle zwei Jahre an Autorinnen und Autoren für
herausragende Stücke des Kinder- und des Jugendtheaters vergeben.
Alle deutschsprachigen Theaterverlage und alle Bühnen des
professionellen deutschsprachigen Theaters für Kinder und Jugendliche sind
eingeladen, dem Kinder- und Jugendtheaterzentrum Stücke für die Auszeichnungen
vorzuschlagen. Einsendeschluss ist der 10. Dezember 09.
Mehr unter http://kjtz.de
Einsendeschluss Ende Dezember 09
Ausschreibung: Neue Kinder- und Jugendtheaterstücke
gesucht für Kaleidoskop 2010 - „Kaleidoskop“
sind die Kinder- und Jugendtheatertage in der hessischen Region, veranstaltet
von laPROF, dem Landesverband Professionelles Freies Theater Hessen e.V.. Sie
finden, mit der Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und
Kunst, alljährlich von September bis Dezember in verschiedenen vorwiegend
kleinen und mittelgroßen Orten in ganz Hessen statt. Das Ziel von „Kaleidoskop“
ist es, Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrem Wohnort Theater nahe zu
bringen, ihnen kulturelle Teilhabe zu ermöglichen und damit die kulturelle
Entwicklung vor allem auch in den ländlichen Regionen Hessens weiter
auszubauen.
Jedes Jahr sucht unsere Jury aus
den Bewerbungen der freien Theater sechs neue Stücke aus. Zwar spricht
Kaleidoskop als hessische Theaterreihe in erster Linie hessische Gruppen und
Produktionen an, aber auch Gastaufführungen aus anderen Bundesländern sind
immer willkommen.
Für das 15. Kaleidoskop-Jahr
können sich bis Ende 2009 Theater mit einem Kinder- oder Jugendstück für die
kommende Spielzeit - September bis Dezember 2010 - bewerben. Dazu bitte
unbedingt die genaue Ausschreibung anfordern, die Angaben zur Gage, zu den
Aufführungsorten, dem Sichtzeitraum der Jury und der Art der gesuchten Stücke
enthält: per e-mail bei kaleidoskop-hessen@web.de oder telefonisch unter
06421/889355 (Gerd Krüger & Anke Müller, doubleÜ Veranstaltungen für
laPROF).
Einsendeschluss Ende Dezember 09
Ausschreibung: Festival 150prozent
made in Hamburg 2010 - Zum fünften Mal lädt das Festival
150prozent professionelle TheatermacherInnen, RegisseurInnent made in Hamburg
KünstlerInnen und PerformerInnen ein, sich mit ihren Produktionen für das
Theaterfestival 150prozent made in Hamburg zu bewerben. Einsendeschluss ist der
31. Dezember 09.
150prozent
made in Hamburg ist die polyphone Präsentationsplattform für das Hamburger
Off-Theater. An verschiedenen Spielorten der Hansestadt werden aktuelle
Tendenzen aller Genres und Sparten gezeigt. Bewerben können sich alle:
RegisseurInnen, PerformerInnen, TänzerInnen, Theaterkollektive,
SolokünstlerInnen etc. aus den Bereichen Schauspiel, Tanz, Performance und
Musiktheater. Bei den eingereichten Produktionen kann es sich um bereits
fertige Inszenierungen oder auch um Try-Outs für Projekte handeln, die sich
noch im Probenprozess befinden. Herzlich willkommen sind Premieren.
Die
Aufführungen sollten eine Spielzeit von maximal 60 min., in Ausnahmefällen 90
min., nicht überschreiten und müssen technisch kurzfristig und einfach
einzurichten sein. Als Bewerbung ist ein Konzept einzureichen, in dem das
Projekt schriftlich dargestellt wird mit Titel und Stückbeschreibung, Namen,
Anzahl, Funktion und einer Kurzvita der Beteiligten sowie den aktuellen
Kontaktdaten eines Ansprechpartners, genaue Informationen über die räumlichen
und technischen Anforderungen und die Dauer der Aufführung sind Voraussetzung
wie aussagekräftiges Presse-, Foto- und Filmmaterial.
Bewerbungen
an: Festivalteam 150% made in Hamburg | c/o Christian Concilio | Eppendorfer Weg 73 | 20259
Hamburg
Einsendeschluss Ende Dezember 09
Wettbewerb: Jugendtheaterpreis
Baden-Württemberg 2010 - Mit dem
1981 erstmals verliehenen Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg werden alle zwei
Jahre neue Stücke für das professionelle deutschsprachige Jugendtheater
prämiert. Mit einem Projekt-Stipendium wird seit 2008 zusätzlich die künftige
Zusammenarbeit einer Autorin/eines Autors mit einem Theater aus
Baden-Württemberg gefördert.
Mit dem Preisgeld von insgesamt
15.000 Euro ist der Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg eine der
höchstdotierten Auszeichnungen im deutschsprachigen Kinder- und Jugendtheater.
Die Auswahl wird von einer Fachjury getroffen, der neben Vertreter/innen der
Kinder- und Jugendtheater Baden-Württembergs jeweils ein/e Städtevertreter/in, Autor/in,
Kritiker/in und Verlagsvertreter/in angehören.
Teilnahmebedingungen:
1. Stückepreise - Gesucht werden
neue Stücke für das professionelle deutschsprachige Jugendtheater (Kinderstücke
sind nicht zugelassen). Auch Übersetzungen und Adaptionen können eingereicht
werden. Die Stücke bzw. Übersetzungen dürfen nicht älter als zwei Jahre sein und
müssen bis zum Tag der Einsendung zur Ur- bzw. zur deutschsprachigen Erstaufführung
freistehen. Diese sollte nach Möglichkeit an einem Theater in Baden-Württemberg
stattfinden. Mit einzureichen sind eine Vita der Autorin/des Autors, eine Liste
der bisherigen Veröffentlichungen, ein maximal einseitiges Exposé zum Stück sowie
eine Erklärung der Autorin/des Autors bzw. des einreichenden Verlages, dass das
Stück zum Zeitpunkt der Einsendung zur Uraufführung bzw. deutschsprachigen
Erstaufführung freisteht.
2.
Projekt-Stipendium - Gesucht werden Projekte, bei denen eine Autorin/ ein
Autor in Zusammenarbeit mit einem Theater aus Baden-Württemberg ein Stück
entwickelt. Einzureichen sind ein Dossier über das geplante Projekt, eine Vita
der Autorin/des Autors, eine Liste der bisherigen Stück-Veröffentlichungen und
eine Erklärung des kooperierenden Theaters, das entstehende Stück innerhalb von
zwei Jahren nach der Preisvergabe zur Uraufführung bringen zu wollen. Für beide
Kategorien müssen die Manuskripte als Word- oder pdf-Dokument (bitte nur in
Ausnahmefällen auf Papier, dann in dreifacher Ausfertigung) gesendet werden an:
info@jugendtheaterpreis-bw.de
oder Junges Ensemble Stuttgart | Jugendtheaterpreis
Baden-Württemberg | Christian
Schönfelder | Eberhardtstr.
61 a | 70173 Stuttgart
www.jugendtheater-bw.de
Einsendeschluss Ende Dezember 09
Wettbewerb: 17. Werkstatt-Tage der Kinder- und
Jugendtheater - vom 28.
September - 02. Oktober 2010 in Leipzig. Die als gemeinsame Veranstaltung von
ASSITEJ Deutschland und Theater der Jungen Welt Leipzig biennal stattfindenden
Werkstatt-Tage der Kinder und Jugendtheater haben 2010 das Thema BILDERWELTEN –
WELTENBILDER Bilder beherrschen unsere Welt. Als visuelle, semantische,
akustische Bildformen fluten sie durch unseren Alltag und sie beeinflussen
zunehmend die Vorstellung, die wir uns von der Welt machen. Welche
Möglichkeiten hat das Theater, sich in dieser Invasion der Bilder mit seiner
Spezifik zu positionieren? Das Theater übersetzt Lebenswelten und Geschichten
in ästhetische Erfahrungsräume und kann so die Fähigkeit der jungen Zuschauer
stärken, sich in der alltäglichen Bilderflut zu orientieren und ein selbst
bestimmtes Bild von der Welt zu machen.
Gesucht werden Inszenierungen,
die in ihrer Bildsprache neue Wege beschreiten, vertraute ästhetische Muster
und Erzählstrukturen ganz oder teilweise verlassen oder sich durch einen
überraschenden, besonderen Zugriff auf den Stoff auszeichnen, ohne den Bezug
zur Lebenswirklichkeit zu verlieren. Die Ausschreibung richtet sich an alle
Spielarten des Kinder- und Jugendtheaters vom Theater für die Allerkleinsten
über Figurentheater bis hin zum Jugendtheater, Tanz- und Musiktheater sowie
Theater im öffentlichen Raum.
Theater aus dem In- und Ausland
können sich mit maximal zwei Inszenierungen bewerben, die nach dem 1. April
2008 Premiere hatten. Der Bewerbung soll eine komplette Aufzeichnung (keine
„best-of- Szenen“) der Inszenierung beigelegt werden.
Eingebettet in die 17.
Werkstatt-Tage ist das Autoren-Theater-Projekt „BOXENSTOPP Leipzig“, das erneut
in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik
Deutschland stattfinden wird. BOXENSTOPP Leipzig dient speziell der Entwicklung
neuer Stücke für das Kindertheater. Diese werden im Rahmen der Werkstatt-Tage
szenisch präsentiert und diskutiert. Für BOXENSTOPP Leipzig erfolgt eine
gesonderte Ausschreibung.
Die 17. Werkstatt-Tage in Leipzig
verstehen sich als ein offenes Arbeitstreffen. Dazu gehören dramaturgische
Gespräche mit den Theaterkünstlern ebenso wie Werkateliers mit den Autoren.
Geplant ist ein Bühnenbildseminar mit internationaler Beteiligung.
Bewerbungen, Hinweise und
Vorschläge bitte bis spätestens 31. Dezember 2009 unter dem Stichwort: „17.
Werkstatt-Tage“ an:
Theater der Jungen Welt| Eigenbetrieb der Stadt Leipzig | Intendant
Jürgen Zielinski | Lindenauer
Markt 21 | 04177
Leipzig | Tel. 0341/486 60-0 | Fax
0341/477 29 94 | Mail:
leitung@tdjw.de
Bewerbungen bitte unter Nennung
der üblichen Produktionsangaben. Die Stückvorlage, drei DVD Mitschnitte,
Kritiken und Programmhefte beifügen sowie einen verbindlichen Spielplan. Die
Sichtung der vorgeschlagenen Inszenierungen durch die künstlerische Leitung
der Werkstatt-Tage erfolgt ab sofort bis spätestens Ende März 2010.
www.assitej.de sowie www.tdjw.de
Einsendeschluss 31. Januar 2010
Förderung: Offene Förderung der Kulturstiftung des Bundes - Die
Allgemeine Projektförderung der Kulturstiftung des Bundes zeichnet sich dadurch
aus, dass sie nicht auf die Förderung einer bestimmten Sparte oder eines
bestimmten Themas festgelegt ist. Es sind große, innovative Projekte im
internationalen Kontext, die hier berücksichtigt werden können.
Die Mindestantragssumme soll bei
50.000 Euro liegen, eine gesicherte Kofinanzierung von 20 % der Gesamtkosten
muss gewährleistet sein.
Der Einsendeschluss für Anträge
ist der 31.
Januar 2010.
Weitere Informationen www.kulturstiftung-des-bundes.de
Einsendeschluss 31. Januar 2010
Förderung: Gastspielförderung
durch NPN Theater - Die Gastspielförderung NPN-Theater richtet
sich an in Deutschland ansässige Veranstalter und Theater, die Künstler aus
einem anderen Bundesland einladen. Bei einer Förderzusage erhalten die Veranstalter
Zuschüsse auf die realen Gastspielkosten in Höhe von 25 Prozent (öffentliche
Träger) oder 35 Prozent (private Träger). Die realen Gastspielkosten errechnen
sich aus dem gezahlten Honorar (unter Einhaltung der Mindesthonorarstruktur)
und den zusätzlichen Kosten (Reise-, Transport- und Unterbringungskosten).
Anträge können ausschließlich in
Deutschland ansässige Veranstalter stellen, wenn sie eine freie Theatergruppe
aus einem anderen Bundesland einladen. Antragsberechtigt sind z.B. freie Veranstalter,
Produktionszentren, Stadt- und Staatstheater, Privattheater, Festivals, Universitäten,
Kompanien und andere Träger, sofern sie als Veranstalter auftreten. Nächste
Antragsfrist für Gastspielförderung: 31. Januar 2010
Weitere Informationen www.jointadventures.net
Bewerbungsschluss 31. Januar 2010
Ausschreibung:
Berliner Festspiele - Internationales Forum Theatertreffen 2010 - Das Internationale Forum des Theatertreffens ist ein
zweiwöchiges, international ausgeschriebenes Programm für professionelle
Theatermacher* bis 35 Jahre, die künstlerisch im Bereich Schauspiel arbeiten.
Es fördert junge Theatermacher durch ein eigenständiges Programm beim
Theatertreffen der Berliner Festspiele. Es findet statt in Kooperation mit dem
Goethe-Institut und der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia. Unterstützt
wird es u.a. durch den Deutschen Bühnenverein und durch die Kulturministerien
der deutschen Bundesländer.
Das Internationale Forum ist eine
der drei Talenteplattformen tt Talente, mit denen das Theatertreffen den
künstlerischen Nachwuchs umfassend fördert. Jedes Jahr folgen rund 60
Theater-Talente aus der ganzen Welt der Einladung nach Berlin: als Teilnehmer
des Stückemarktes, des Internationalen Forums oder des Theatertreffen-Blogs.
*Frauen und Männer sind
gleichermaßen angesprochen.
Informationen zum Motto und
Bewerbungen www.internationales-forum.de
Einsendeschluss 01. Februar 2010
Förderung: Projektförderung
durch den Fonds Darstellende Künste - Der Fonds
Darstellende Künste e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, alle Arbeitsfelder und
Sparten der darstellenden Künste des professionellen Freien Theaters und Freien
Tanzes zu fördern und damit einen substanziellen Beitrag zur Weiterentwicklung
einer vielgestaltigen Theater- und Tanzlandschaft in Deutschland zu leisten. Er
fördert bundesweit herausragende und qualitativ anspruchsvolle Einzelprojekte
und Projektkonzeptionen, die sich vor allem mit gesellschaftlich relevanten
Themen auseinandersetzen und aufgrund ihrer spezifischen Ästhetik,
exemplarischen Versuchsanordnung und besonderen Interaktion mit dem Publikum
modellhaft für das Freie Theater und den Freien Tanz sind.
Nächste Antragsfrist für die
Projektförderung: 01. Februar 2010
Weitere Informationen www.fonds-daku.de
Bewerbungsschluss 31. März 2010
Stipendien: Berliner Tänzerinnen und Tänzer - Die Kulturverwaltung des Berliner Senats vergibt in
diesem Jahr acht Stipendien an Tänzerinnen und Tänzer sowie Choreografinnen und
Choreografen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes im Gesamtumfang von 20.000
Euro.
Bewerben können sich in Berlin lebende Tänzer/innen
und Choreografinnen/ Choreografen, die ihren Arbeitsmittelpunkt in Berlin
haben, über eine abgeschlossene Tanzausbildung verfügen und/oder zwei Jahre
Berufserfahrung nachweisen können. Choreografinnen/Choreografen müssen zudem
mindestens eine eigene Choreografie/Produktion zur Aufführung gebracht haben.
Gefördert werden zeitlich begrenzte Arbeitsvorhaben
im Bereich des zeitgenössischen Tanzes, die der künstlerischen Entwicklung
dienen. Das können z.B. Recherchevorhaben oder In- und Auslandsaufenthalte zu
Weiterbildungszwecken sein.
Für die Vergabe der Stipendien ist die fachliche
Beurteilung einer unabhängigen Jury maßgebend. Die Antragsfrist endet am 1.
März 2010. Die Förderung erfolgt unter Vorbehalt zur Verfügung stehender
Mittel.
Antragsunterlagen unter www.berlin.de/sen/kultur/foerderung
Termine - Aus- und Weiterbildungen
Kurs: Photografs & Memories - Biografisches Theater -
vom 19.
- 21. Februar 2010; Leitung: Ruth Rutkowski; Kostenanteil: 165,- Euro
(inkl. Ü/VP); Anmeldeschluss: 4. Januar 2010; In Kooperation mit dem
Landesverband Freier Theater in Niedersachsen
„Photografs & Memories“ heißt
nicht nur eine LP von Jim Croce, das sind vor allem Mailkonten und Foto-CDs,
Super-8-Familien-Filme, Plattenkisten und Liebesbriefe. Startpunkte einer
szenischen Spurensuche, die von versprengten Einzelteilen über großformatige
Portraits zu einem zusammengesetzten Gruppenbild führt. Auch so entsteht
Theater, aus den Erinnerungen und Erzählungen der Beteiligten entwickelt und
geformt, verknüpft und verbunden. Nicht mehr eine erdachte dramatische Figur
also, sondern die Biografien der mitwirkenden Akteure dienen als Ausgangsmaterial
szenischer Arbeit. Das Rollenspiel wird abgelöst von einer Selbst-Erzählung.
Nicht mehr Figuren werden gezeigt, sondern die Konstruktion von Identität vor
den Augen der Zuschauer vor- und aufgeführt.
Angesiedelt zwischen
Entertainment, musikalisch-choreografischem Experiment und chorischen Formaten
speist biografisches Theater dabei seine szenische Phantasie aus der
Verdichtung biografischen Materials, eine der "sehnsüchtigen Strategien
des modernen Menschen, das Leben dem unerbittlichen Verfließen der Zeit und dem
Vergessen zu entreißen". Die entsprechenden Spielweisen und
Darstellungsstrategien gilt es kennen zu lernen und zu erproben.
Anmeldung bei der Bundesakademie
für kulturelle Bildung Wolfenbüttel unter www.bundesakademie.de
Seminarprogramm 2010
Seminarprogramm „Kultur &
Management“ erschienen - Das Kulturbüro Rheinland-Pfalz der LAG
Soziokultur & Kulturpädagogik e.V. hat für 2010 sein Seminarangebot „Kultur
& Management“ mit zahlreichen neuen Themen herausgebracht. Die Seminare
laufen nicht nur in Rheinland-Pfalz, sondern auch im angrenzenden
Baden-Württemberg, im Saarland und in einem ersten Testlauf auch in Hessen.
Die knapp 50 ein-
oder zweitägigen Seminare richten sich an Mitarbeiter, die in der
Kulturvermittlung oder im Organisations-, Verwaltungs- und Managementbereich
von Kultureinrichtungen, also Kulturzentren, -ämter, -büros, -vereinen,
-initiativen, Theater, Orchester, Kleinkunstbühnen, Festivalveranstalter etc.,
tätig sind bzw. in das Berufsfeld Kultur einsteigen wollen. Genauso interessant
ist es aber auch für Künstler, die sich am Markt etablieren oder behaupten
wollen.
Bei den
Seminarthemen geht es schwerpunktmäßig um die Finanzierung kultureller Arbeit,
Marketing und PR, Recht, Verwaltung und Rhetorik.
Kooperationspartner
für die Seminare in Baden-Württemberg und Hessen sind die dortigen
Landesverbände für Soziokultur, in Baden-Württemberg außerdem noch der
Landesverband Freier Theater und im Saarland das Kulturamt St. Ingbert. Im Rahmen
des rheinland-pfälzischen und saarländischen Bildungsfreistellungsgesetzes kann
für die Seminare beim Arbeitgeber Bildungsurlaub beantragt werden. Das
ausführliche Programm ist beim Kulturbüro Rheinland-Pfalz erhältlich:
0261/9821150, oder nachzulesen im Internet unter
www.kulturseminare.de
Termine - Festivals, Symposien, Tagungen
Frankfurt am Main 3. - 5. Dezember 09
Symposium: Frankfurter Autorenforum für Kinder- und
Jugendtheater „Schöne junge Welt“ Jugend Kultur Alltag - Vom 3. bis 5 Dezember 2009 veranstaltet das Zentrum sein
diesjähriges Frankfurter Autorenforum für Kinder- und Jugendtheater. Unter dem
Titel „Schöne junge Welt – Jugend Kultur Alltag“ wird das Forum vielfältig
Gelegenheit bieten, sich mit der Welt, in der Jugendliche aufwachsen und leben
zu beschäftigen und sich darüber zu informieren.
Die Teilnehmer sind aufgerufen, aktiv an dem
Programm mitzuwirken und sich mit den Fragestellungen des Themas und den
Impulsen unserer Referenten zu konfrontieren: Welche Subkulturen werden von
Jugendlichen gesucht? Was trägt zur Identitätsbildung bei jungen Menschen bei?
Welche Rolle spielen Aspekte wie Körperlichkeit, Kommunikation, Werte, Medien
oder Emotionalität?
Renommierte Experten, u.a. der Jugendforscher Klaus
Farin (Berlin), die Soziologin Prof. Gabriele Klein (Hamburg), der
Medienexperte Arne Busse (Bonn) oder der Erziehungswissenschaftler Prof. Rainer
Treptow (Tübingen) nehmen Stellung und eröffnen das Gespräch mit den
Teilnehmern.
Zu Wort kommen auch Jugendliche, die ihre
Lebensgefühle in dramatischen Texten ausdrücken und diese vortragen.
Aus dem Bereich der professionellen Autoren haben
wir eingeladen Max Eipp, Juliane Kann, Dirk Laucke und Mark Ravenhill.
Das Programm des Forums ist veröffentlicht.
Bochum, Düsseldorf, Köln, Mülheim bis 06. Dezember 09
Festival:
Theater Festival Impulse - Noch bis zum 6. Dezember läuft das
Festival Impulse in Bochum, Düsseldorf, Köln und Mülheim an der Ruhr.
Die künstlerischen Leiter Tom Stromberg
und Matthias von Hartz stellen nach 2007 bereits ihr zweites Programm vor.
Erneut präsentieren sie die ganze Bandbreite der Formensprache und
Möglichkeiten des freien Theaters. Bei allen Unterschieden in ästhetischer,
inhaltlicher und formaler Hinsicht zeigten die ausgewählten Produktionen jedoch
auch Gemeinsamkeiten, so Stromberg: „Sie alle beschäftigt die Frage nach den
Formen des Zusammenlebens und Zusammenseins: gestern, heute oder morgen, in
Europa oder anderswo, in Extremsituationen wie auch im Alltäglichen, ob als
Künstler, Politiker, Krimineller oder als „normaler“ Mensch.“
Festival: panoptikum - Alle zwei Jahre veranstaltet das Theater Mummpitz in Nürnberg gemeinsam mit dem Jungen Theater Augsburg das Kindertheaterfestival panoptikum.
Seit seiner Gründung im Jahre 2000 hat sich panoptikum zu einem der renommiertesten internationalen Theaterfestivals und zu
einem beliebten Treffpunkt in- und ausländischer Theater- und
FestivalmacherInnen entwickelt. Ein dichtes Programm mit europäischen,
bayerischen und Nürnberger Aufführungen wird ergänzt werden durch verschiedene
Gesprächsrunden und gesellige Ereignisse wie z.B. das traditionelle gemeinsame
Eislaufen und das Festessen.
Wir hoffen, wir sehen uns
in Nürnberg - vom 9. bis 14. Februar 2010.
Das Programm wird Anfang
Dezember veröffentlicht:
Hannover 20.-27. Februar 2010
Festival: Hart
am Wind - 2. norddeutsches Kinder- und Jugendtheaterfestival - Bereits 2008 setzte „Hart am Wind“ in Oldenburg
erfolgreich seine Segel – vom 20. bis 27. Februar 2010 wird nun das Staatstheater
Hannover in Kooperation mit dem Klecks Theater, der Theaterwerkstatt Hannover,
dem Landesverband Freier Theater in Niedersachsen e.V. und dem Kinder- und
Jugendtheaterzentrum in der BRD Gastgeber der norddeutschen Theaterszene sein.
Folgende Theater aus ganz Norddeutschland
sind bei „Hart am Wind“ zu sehen: Adieu: Herr Muffin I 4+, Theater für
Niedersachsen (Hildesheim): Das Buch von allen Dingen I 10+, Junges
Schauspielhaus Hamburg: Das Geheimnis der roten Enten I 6+, Tandera Theater mit
Figuren (Testorf): Die Reise nach Ugri-La-Brek I 6+, Theaterfensterzurstadt
(Hannover): Die Schöne Stunde I 8+, Theaterwerkstatt Pilkentafel (Flensburg): DOING
IT I 15+, Junges Schauspiel am Deutschen Theater Göttingen: Ente, Tod und Tulpe
I 6+, Theater zwischen den Dörfern (Wennigsen): Gaks & Giks I 10+, Werkgruppe
1 (Hildesheim): Ich, Peer Gynt I 15+, Moks Kinder-Jugendtheater (Bremen): JINX.Verhext
I 13+, Kirschkern & Compes (Hamburg): Kater Murr I 8+, Theater Triebwerk
(Hamburg): Kinder testen Schule I 3.-6. Klasse, Fundus Theater (Hamburg): Schneewitte
I 8+, Oldenburgisches Staatstheater: Zappo und Masina I 6+, Theater Metronom
(Visselhövede)
Weitere Informationen demnächst unter www.staatstheater-hannover.de
„Hart am Wind“ wird
gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der
Stiftung Niedersachsen, der Klosterkammer Hannover, der Sparda-Bank
Hannover-Stiftung und der S-HannoverStiftung
Wir danken für die Zusammenarbeit mit der
ASSITEJ Bundesrepublik Deutschland e.V.
Ergebnisse
der Klausurtagung
des
Bundesverbandes Freier Theater
in
Wolfenbüttel
Verbesserung der Sozialen Lage Freischaffender Darstellender Künstler
von Alexander Opitz
Anlässlich
der Klausurtagung des Bundesverbandes Freier Theater in Wolfenbüttel wurde auch
das Symposium „Report Darstellende Künste“ nachbereitet und ein Fahrplan für
die weitere Vorgehensweise aufgestellt.
Vorweg muss ein
Grundsatz festgelegt werden, auf den nach wie vor das Hauptaugenmerk der Arbeit
des Bundesverbandes und seiner angeschlossenen Landesverbände gerichtet sein
muss:
Würden
Freischaffende Darstellende Künstler gemäß ihrer Leistung vergleichbar zu
anderen Bereichen der Darstellenden Künste gefördert, so wäre die Diskussion
über die Verbesserung ihrer sozialen Lage relativ überflüssig.
Vor
und während des Symposiums haben Freie Tanz- und Theaterschaffende aus ganz
Deutschland schwerpunktmäßig Forderungen formuliert, die an verschiedene
Bundes- und Landesministerien adressiert sind: Auf Bundesebene der Beauftragte
der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Bildungsministerium und das
Ministerium für Arbeit und Soziales, auf Landesebene die Ministerien für Kultur
oder Kunst.
Mit Vertretern des
Bundesministeriums für Arbeit und Soziales haben bereits erste Gespräche
stattgefunden, wobei relativ schnell deutlich wurde, dass man den
Forderungskatalog in drei verschiedene Bereiche aufteilen muss:
1. Forderungen ohne
zwingende Gesetzes- oder Systemänderungen
In diesem Bereich
können Entscheidungsspielräume, die einzelne Gesetze bieten, genutzt werden, um
die Auslegungen praxisorientiert und realitätsnah zu gestalten. Diese
Forderungen könnten relativ schnell umgesetzt werden, sofern ein Konsens bzgl.
der Bewertung der Auslegungen mit den Ministerien gefunden werden kann.
2. Forderungen, die
Gesetzesänderungen zur Folge haben
Gesetzesänderungen
bedürfen wegen des komplizierten Gesetzgebungsverfahrens über die jeweiligen
Ausschüsse und das Parlament – gegebenenfalls auch den Bundesrat – eines
Zeitrahmens von ca. zwei Jahren.
3. Forderungen, die
Systemänderungen zur Folge haben
Systemänderungen wie
z.B. das Rentensystem sind besonders langwierig und erfordern in der Regel
einen Zeitrahmen von 5 Jahren. Sie betreffen nicht nur eine bestimmte Gruppe von
Menschen, deren spezifischen Bedürfnisse per Gesetz zu regeln sind, sondern
umfassen aufgrund des Gleichheitsprinzips die gesamte Bevölkerung oder
zumindest größerer Teilgruppen.
Forderungen ohne zwingende Gesetzes- oder Systemänderungen
Einkommen
Krankheit und Alter
Erwerbslosigkeit und
Familie
Ausbildung,
Berufseinstieg, Berufsbegleitung
Forderungen, die Gesetzesänderungen zur Folge haben
Krankheit und Alter
Erwerbslosigkeit und
Familie
Forderungen, die Sytemänderungen zur Folge haben
Krankheit und Alter
Ausbildung
Die Forderung nach
einem „bedingungslosen Grundeinkommen“ bedarf ebenfalls einer Systemänderung.
Gegenüber den oben genannten Forderungen, die unstrittig sind, herrscht hierzu
bisher kein Konsens innerhalb des Bundesverbandes Freier Theater. Bevor der
BuFT sich dieser Forderung anschließt, müssen seriöse Fachleute herangezogen
werden, die auf der Grundlage von detaillierten Berechnungsmodellen die
finanzielle Machbarkeit und eine tatsächliche Verbesserung der sozialen
Existenzgrundlage nachweisen können. Schließlich würde sich mit der
Durchsetzung des bedingungslosen Grundeinkommens das gesamte bestehende
Sozialsystem grundlegend verändern.
Um den Forderungen
mehr Nachdruck verleihen zu können, wird der Bundesverband Freier Theater mit
anderen Verbänden zusammenarbeiten. So ist eine enge Kooperation mit dem
Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler geplant, der in der vergangenen
Legislaturperiode die Änderung der ALG 1-Gesetzgebung (Reduzierung der
sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungszeit auf 5 Monate innerhalb von
zwei Jahren, um ALG 1 beanspruchen zu können) erreichen konnte. Je mehr
Verbände gemeinsam an einem Strang ziehen, umso größer ist die Chance,
nachhaltige Veränderungen herbeizuführen.
Neue Strukturen
beim BuFT oder Das Wolfenbüttler Programm
Ergebnisse der
Klausur in Wolfenbüttel
von Eckhard
Mittelstädt
Im September traf
sich der Vorstand des BuFT mit Vertretern aus allen Landesverbänden, um abseits
des Tagesgeschäftes über neue und alte Aufgaben des Bundesverbandes und das
Selbstverständnis seiner Mitglieder nachzudenken.
Im Laufe der
vergangenen zwei Jahre wurde der Verband zu einem geachteten und anerkannten
Gesprächspartner auf der bundespolitischen Ebene. Höhepunkte waren in diesem
Jahr der Abend der Freien Theater beim Bundespräsidenten und das Symposion zur
sozialen Lage, in dessen Folge es zu vielen Gesprächen mit den beteiligten
Bundesministerien kam. Die Sitzungen des Bundesvorstandes waren daher häufig
von Fragen dominiert, die sich aus diesen Begegnungen ergaben. So musste manche
Aufgabe und mancher Diskurs zurückgestellt werden. Gleichzeitig ergab sich die
Notwendigkeit mit einer neuen Struktur auf die gewachsene Bedeutung des BuFT zu
reagieren, die den sehr vielfältig organisierten Landesverbänden gerecht wird.
Neben einigen
hauptamtlich agierenden Geschäftsstellen ist die Mehrheit der Landesverbände
neben- und ehrenamtlich organisiert. Auch die Zusammensetzung der
Mitgliedschaft ist in den Landesverbänden sehr unterschiedlich.
Unter der externen
Moderation von Sören Fenner (theaterjobs.de) wurden verschiedene
Handlungsfelder festgelegt, für die einzelne Vorstandsmitglieder verantwortlich
zeichnen. Das Arbeitsschema und ein Zeithorizont für die Erledigung der
gestellten Aufgabe wurden für alle im Folgenden aufgeführten Arbeitsgruppen
verbindlich festgelegt: Zunächst wird die zugrunde liegende Fragestellung bzw.
Behauptung definiert, Lösungsvorschläge erarbeitet und der entsprechende
Kosten- und Zeitaufwand errechnet, um die Lösungsvorschläge in einen Antrag
an den Gesamtvorstand münden zu lassen, der dann wiederum das Heft des Handelns
wieder in die Hand nimmt.
Folgende
Arbeitsgruppen wurden in einem ersten Schritt festgelegt:
1. AG Wissenschaft - Bildung
Welche wissenschaftlichen
Diskurse sollte der BUFT für die Freien Theater initiieren und welches sind
adäquate Formate dafür? Wo sind Seminare und Kongresse sinnvoll? Welchen Bedarf
an Aus- und Weiterbildung gibt es in der Mitgliedschaft? Welche Bedürfnisse können
durch Kooperationen mit anderen Verbänden und Organisationen befriedigt
werden? Wo verfügen einzelne Landesverbände über Formate, die auch Mitgliedern
aus anderen Landesverbänden zugänglich gemacht werden können? Wo sollte der BuFT
selbst tätig werden?
Mitglieder der AG:
Jan Deck, Eckhard Mittelstädt
Ansprechpartner:
Eckhard Mittelstädt
2. AG Schutz
Welche Werkzeuge
sollte der BUFT bereitstellen, um den Mitgliedern in sozialpolitischen,
Versicherungs- und Abgabenfragen (KSK, GEMA) behilflich zu sein? Wo sind neue
Verträge zu verhandeln? Wo haben Landesverbände Verträge ausgehandelt, die für
andere Mitgliedsverbände erschlossen werden können? Welche innere Struktur
braucht der BUFT, um kurzfristig zu beraten, einzugreifen oder an Fachleute zu
delegieren?
Mitglieder der AG:
Alexandra Schmidt, Alexander Opitz, Johanna Genth
Ansprechpartner:
Alexandra Schmidt
3. AG
Kommunikation nach innen
Welche Strukturen
der Binnenkommunikation braucht der BuFT, welche können kurzfristig verbessert
werden?
Mitglieder der AG:
Wolfgang Hauck, Martin Huber
Ansprechpartner:
Wolfgang Hauck
4. AG
Argumentation-Statistik
Wie können durch
eine einheitliche Statistik der Arbeit der Freien Theater bundesweit relevante
Zahlen generiert werden und zur Argumentation auf Bundes- und Länderebene
nutzbar gemacht werden? Wie lassen sich Spezifika einzelner Landesverbände
dennoch kenntlich machen?
Mitglieder der AG:
Frank Reich, Fabian Schwarz; Gäste: Alexander Opitz, Michael Freundt
Ansprechpartner:
Frank Reich
5. AG
Satzung
Ein Klassiker der
Verbandsaufgaben. Die 1991 bei Gründung des Verbandes festgelegte Satzung muss
den veränderten Strukturen des größer gewordenen Verbandes und den heutigen
Anforderungen an demokratische und transparente Strukturen angepasst werden.
Ansprechpartner:
Frank Reich, Katrin Brademann, Alexander Opitz
6. AG Kongress
Wo,
wann und mit wem kann ein Bundeskongress der Freien Theater organisiert werden?
Welche Möglichkeiten der Finanzierung gibt es? Wie kann der Diskurs der Freien
Theater durch regelmäßige Veranstaltung eines Kongresses verstetigt werden?
Welche Themen sollten behandelt werden? Welche Kooperationspartner gälte es zu
gewinnen?
Mitglieder
der AG: Alexander Opitz, Michael Freundt (ITI), Eckhard
Mittelstädt
Ansprechpartner:
Alexander Opitz
7. AG Vorbereitung Grundsatzdiskussion
Was
ist eigentlich Freies Theater? Welche Grundlagen und inhaltlichen Ziele wären
für Freie Theater zu definieren? Welche Strategien folgen daraus? Mit welchem
Selbstverständnis reagiert der BUFT auf gesellschaftliche Entwicklungen? Wie
positioniert sich der BUFT zu Themen die im politischen Raum stehen (etwa
Migration, Kreativwirtschaft, Kulturelle Bildung)? Welche Auswirkungen hat das
auf die Arbeit der Freien Theater? Welche Strukturen und welche
Handlungsinstrumente sind notwendig?
Mitglieder der AG: Jan Deck,
Alexander Pinto, Frank Reich
Ansprechpartner: Jan Deck
8. AG
Interessenvertretung
Welche
und wessen zum Teil auch widersprüchliche Interessen vertritt der Bundesverband
und auch mancher Landesverband? Wen repräsentiert der BuFT, die Mitglieder
oder alle Freien Theater? Welche Strategien gibt es für eine möglichst
authentische Interessenvertretung?
Mitglieder der AG: Anne Passow,
Anne Porst, Eckhard Mittelstädt
Ansprechpartner: Anne Passow
9. AG
Kommunikation nach Außen
In welcher Form, wer
und mit welchen Mitteln kommuniziert der Verband nach außen? Wie kann ein
professionelles Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit mit Presseverteiler,
Homepage und Rundmail auch schon vor der Einrichtung der Geschäftsstelle entwickelt
und umgesetzt werden? Welche kurzfristigen und welche langfristigen Ziele
sollen in der Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes erreicht werden?
Mitglieder der AG: Alexandra
Schmidt, Katrin Brademann
Ansprechpartner: Katrin Brademann
10. AG
Einkommen und Honorare
Der BuFT sollte
Richtwerte für Honorare für Tätigkeiten Freier Theaterschaffender
entwickeln. Wie sollten Tätigkeiten
aufgeschlüsselt werden. Wie kann ein Stundensatz errechnet werden (Warenkorb -
Tarife)? Wie und wem sollten solche Honorarsätze vermittelt werden? Wie kann
für die Angemessenheit der Honorare Sorge getragen werden? Welche
Besonderheiten (Örtlichkeit, Art der Tätigkeit, Marktgängigkeit etc.) müssen
beachtet werden?
Mitglieder der AG: Katrin
Brademann, Alexander Opitz
Ansprechpartner: Katrin Brademann
Alle Arbeitsgruppen
werden im März erste und manche auch endgültige Ergebnisse vorstellen. Im Sinne
einer Transparenz des Bundesverbandes werden wir über alle relevanten
Ergebnisse immer wieder an dieser Stelle berichten und freuen uns auf
Anregungen aus der Mitgliederschaft. Alle als Ansprechpartner genannten
Vorstandsmitglieder können selbstverständlich auch direkt angesprochen werden.
Die Kontaktdaten finden sich auf der Webseite des BUFT: www.freie-theater.de
Worum wird gerade im Verband in Hamburg gekämpft? Welche neuen
Fortschritte hat der Landesverband Niedersachsen in der Kulturpolitik erreicht?
Was kann man von den Bayern lernen? In der Rubrik „Blick nach…“ berichten GeschäftsführerInnen
und/oder Vorstände aus den Landesverbänden darüber, was Sie gerade besonders
beschäftigt und welche heißen Eisen sie gerade schmieden. Heute fällt der Blick
nach …
Katrin
Brademann, Geschäftsführerin des Landeszentrums „Spiel & Theater“
Sachsen-Anhalt e.V., stellt den Verband vor:
Fakten – Landeszentrum „Spiel
& Theater“ Sachsen-Anhalt e.V.
Das Landeszentrum „Spiel & Theater“ Sachsen-Anhalt e.V. (LanZe),
1991 gegründet, ist das Organisations-,
Koordinierungs-, Weiterbildungs- und Beratungszentrum für Gruppen und
Einzelkünstler, die im Bereich der Amateur-, Schüler- und Freien Theater im
Land tätig sind. Damit ist LanZe nicht der typische Landesdachverband für
ausschließlich Freie Theater, wie er in anderen Bundesländern umgesetzt wird.
Vielmehr bündelt er die Interessen der gesamten Theaterszene jenseits der
Stadt- und Landesbühnen in Sachsen-Anhalt. So setzen sich auch die 53 Mitglieder
aus professionellen Freien Theatergruppen, Einzelkünstlern, Theaterpädagogen und Schultheatergruppen
zusammen. Zur Bundesebene hin vertritt LanZe die Interessen des Landes im
Bundesverband Amateurtheater (BdAT); Bundesverband Theater an Schulen (BVTS);
im Bundesverband Freier Theater (BUFT) sowie im Bundesverband Theaterpädagogik
(BUT).
Ein wesentliches Standbein des Landeszentrums ist der Fortbildungsbereich.
Neben den regelmäßigen Theaterwerkstätten führt LanZe die grundständige berufsbegleitende
Weiterbildung „Theaterpädagogik“, nach den Richtlinien des Bundesverbands
Theaterpädagogik, mit insgesamt 600 Stunden in drei Modulen durch. Seit 1995
erhält LanZe für seine mit drei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen besetzte
Geschäftsstelle eine institutionelle Förderung durch das Kultusministerium
Sachsen-Anhalt. Spätestens in diesem Jahr mussten wir erfahren, dass die
angespannte Fördersituation im Land auch nicht vor einer institutionellen
Förderung halt macht. Im letzten Moment und nur mit größter Anstrengung werden
wir 2009 die Geschäftsstelle bis Ende des Jahres offen halten können. Für den
Doppelhaushalt 2010 und 2011 geht es dann ab Januar von vorn los. Ähnliches
gilt für die Förderung Freier Projektarbeit im Land.
LanZe - Projekte
KLaTSch! Kulturelles Lernen an (Off) Theater und Schulen in Sachsen-Anhalt.
Im Februar 2004 startete LanZe ein Projekt zur Vernetzung von Freien Theatern
und Schulen in Sachsen-Anhalt. Unter dem Namen: „KLaTSch!- Kulturelles Lernen
an (Off) Theater und Schule“ erhalten Kinder und Jugendliche aus Sachsen-Anhalt
die Möglichkeit, einen Theaterbetrieb der freien Szene in seiner ganzen
Komplexität kennen zu lernen. Ein zentraler Aspekt dieser engen Partnerschaft
beruht auf der Förderung eines lebendigen Austausches zwischen den jeweiligen
Schülern einer Schule und den Theaterleuten einer konkreten Bühne. Die Schüler
erhalten neue Ausdrucksmöglichkeiten sowie Einblicke in das tatsächliche
Bühnengeschehen. Ein dynamischer Austausch zwischen freien Theatermachern und
Schülern soll dabei im Rahmen des Projektes auf vielfältige Weise und zum
Nutzen beider Seiten befördert werden.
Derzeit arbeiten 21 Kooperationen (aktiv 257 Kinder und Jugendliche) in
regelmäßigen Theaterwerkstätten im so genannten Basisprogramm (1 x wöchentlich)
und ergänzend in mehrtätigen Theatertagen und Fachtagen zusammen. Seit 2004
sind insgesamt 44 KLaTSch! Kooperationen mit über 520 aktiv beteiligten Kindern
und Jugendlichen entstanden.
Landesschülertheatertreffen
Sachsen-Anhalt
Die Entwicklung des Theatermachens mit Schülerinnen und Schülern in
Sachsen-Anhalt ist ein Schwerpunktbereich unserer Arbeit.
Als ein erfolgreiches und über die Jahre hinweg gewachsenes Instrument
zur Anhebung der Qualität der Schülertheaterarbeit, zu deren Wettbewerbsfähigkeit
im bundesweiten Vergleich, ist das Landesschülertheatertreffen (STT) zentraler
Mittelpunkt dieses Arbeitsfeldes. Das STT ist ein landesweit ausgeschriebenes
Theaterfestival für Schultheatergruppen und Jugendtheatergruppen ab dem 14.
Lebensjahr, welches seinen Wesensgehalt im Bildungsaspekt hat. Die stete Weiterentwicklung
dieses Theatertreffens, die Erfahrungswerte mit den Instrumentarien des
Festivals bietet die Basis einer qualifizierten Auseinandersetzung mit Theater
an Schulen. Darüber hinaus gilt es stets neue Entwicklungen und Themen zu
erkennen und aufzunehmen, neue Elemente flexibel einzubauen, um aktuellen
Ansprüchen und Bedürfnissen gerecht zu werden. Die Entwicklung hin zu einem
Theatertreffen von Jugendlichen für Jugendliche, die authentische
Auseinandersetzung mit dem Medium Theater, dass als einzige Sparte alle
Kunstformen in sich einzuschließen vermag, ist genuines Ziel des
Landesschülertheatertreffen sowie der regionalen Theatertreffen.
Arbeitszirkel
Freier Theater
Im Oktober dieses Jahres führten wir einen Arbeitszirkel Freier Theater
am Bauhaus Dessau durch. An zwei Tagen waren Freie TheaterkünstlerInnen aus
Sachsen-Anhalt eingeladen, konzeptionelle Ansätze zu diskutieren, inhaltliche
Themen einzuengen und neue Wege Freier Theaterarbeit in Sachsen-Anhalt zu
formen. Die Freie Theaterarbeit im Land hat sich an die Möglichkeiten der
Projektförderung und an die Zwänge der Haushaltskonsolidierung der vergangenen
Jahre angepasst, so dass reizvolle, innovative künstlerische Ansätze aufgrund
bestehender Förderszenarien von vornherein nicht umgesetzt werden. Die Abwanderung
innovativer Theatermacher wird mehr und mehr zum Problem. Eine nicht nur in
Sachsen-Anhalt erkennbare Tendenz ist der lose Zusammenschluss von Freien
Theatermachern zu Produktionsgesellschaften, die sich für ein spezielles
Projekt zusammenfinden. Aus diesem Grund möchten wir mit einem Theaterfestival
für Freie Theater in 2010 über einen Produktionskostenetat, Freien
Theatergruppen des Landes die Möglichkeit bieten neue Ideen umzusetzen.
Katrin
Brademann, Geschäftsführerin
Landeszentrum „Spiel & Theater“ Sachsen-Anhalt
e.V. | Bandwirker Straße 12 | 39114 Magdeburg | info@Lanze-Lsa.de | www.Lanze-Lsa.de
Kulturpolitische
Gesellschaft mit neuem Vorstand
Wir zitieren eine Pressemeldung der
Kulturpolitischen Gesellschaft vom 14. November 09: Präsident Oliver Scheytt
wiedergewählt
Die Mitgliederversammlung der Kulturpolitischen
Gesellschaft hat am Samstag, dem 14. November, im Haus der Geschichte der
Bundesrepublik Deutschland in Bonn einen neuen Vorstand gewählt. Dabei wurde
der Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH (Essen), Prof. Dr. Oliver Scheytt, in seinem
Amt als Verbandspräsident bestätigt. In den zwanzigköpfigen Vorstand neu
gewählt wurden u.a. der Parlamentarische Staatsekretär beim Bundesminister für
Wirtschaft und Technologie, Hans-Joachim Otto (FDP), sowie die Vorsitzende des
Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestags Prof. Monika
Grütters (CDU) und der Bundestagsabgeordnete Siegmund Ehrmann (SPD).
In einer kulturpolitischen Erklärung „Kulturpolitik
trotz Krise. Was ist zu tun?“ (s.u.) nahm die Mitgliederversammlung zu den
drohenden Kürzungen der Kulturausgaben in den Städten und Gemeinden Stellung
und forderte eine bessere gesetzliche Absicherung dieser wichtigen Aufgaben.
Oliver Scheytt erklärte dazu: „Es darf nicht sein, dass die Kultur über Gebühr
zur Ader gelassen wird, weil den Kommunen das Geld ausgeht. Kulturförderung ist
Verfassungsauftrag der Länder und Pflichtaufgabe der Städte und keine Verschiebemasse
in Sparzeiten. Kunst und Kultur bereichern die Lebensqualität unserer Städte.
Kulturelle Bildung sowie die Kultur- und Kreativwirtschaft tragen entscheidend
zur Zukunftsfähigkeit unseres Gemeinwesens bei. Deshalb kämpfen wir für den
Erhalt und die Weiterentwicklung der kulturellen Infrastruktur.“
Kulturpolitik
trotz Krise – Was ist zu tun?
Wir zitieren eine Presse-Erklärung der Kulturpolitischen Gesellschaft vom
14. November 09:
Gefährdung der kulturellen Infrastruktur
Die
Vielfalt und Qualität der öffentlichen und privaten kulturellen Infrastruktur
in Deutschland ist durch die Auswirkungen der internationalen Wirtschafts- und
Finanzkrise bedroht. Bedingt durch Steuerausfälle und steigende Belastungen
stehen immer mehr Kommunen vor dem Problem, ihre laufenden kulturellen Aufgaben
nicht mehr im gewohnten Umfang und in ausreichender Qualität wahrnehmen und
finanzieren zu können. Erschwerend kommt hinzu, dass finanziell angeschlagene
Kommunen von den Aufsichtsbehörden zu Einschnitten in die vermeintlich „freiwilligen“,
gesetzlich nicht gesicherten Aufgaben aufgefordert werden. Solche Einsparungen
führen häufig zu irreparablen Schäden in der kulturellen Infrastruktur. Museen
ohne Ausstellungen und ohne Sammlungspflege, Theater ohne neue
Inszenierungen, Bibliotheken ohne neue Bücher und eine freie Kulturszene ohne
Projektmittel werden schnell nutzlos. Zahlreiche Einrichtungen arbeiten und
wirtschaften schon jetzt am Rande ihrer Leistungsfähigkeit, teilweise unter
prekären Bedingungen, manche sind aktuell von der Insolvenz bedroht. Weitere
überproportionale Kürzungen sind zu befürchten, die nicht nur eine Reduzierung
des Kulturangebotes, sondern die Schließung ganzer Einrichtungen zur Konsequenz
haben können. Mäzene und Sponsoren reduzieren angesichts der Finanzkrise ihr
Engagement, so dass Drittmittel wegfallen und eine Kompensation der
öffentlichen Sparmaßnahmen auf diesem Weg nicht zu erreichen ist.
Weitere überpropor- tionale Kürzungen
sind zu befürchten.
Alte
Disparitäten – neue kulturelle Interessen
Es
droht ein Prozess der sozialen und kulturellen
Spaltung.
Kulturpolitik steht angesichts der sozialen und
demografischen Entwicklung sowie der durch Digitalisierung und Medialisierung
veränderten kulturellen Angebotsstrukturen und Wahrnehmungsmuster vor großen
Herausforderungen. Gerade in strukturschwachen, durch Abwanderung und
Überalterung gekennzeichneten ländlichen Regionen, insbesondere im Osten Deutschlands,
aber auch in den Problemregionen der Ballungsgebiete, kumulieren die Effekte
sozialer Armut und schwacher kommunaler Finanzkraft. Dies führt dazu, dass
gerade dort, wo Kulturvermittlung gestärkt werden sollte, um
Teilhabegerechtigkeit herzustellen, die erforderlichen Mittel fehlen. Es droht
ein Prozess der sozialen und kulturellen
Spaltung. Der Kreis kultureller Intensivnutzer wird kleiner und sozial
homogener, während die durch Arbeitslosigkeit und Marginalisierung betroffenen
Bevölkerungsgruppen immer weniger Zugangsoptionen haben oder wahrnehmen. Das
Menschenrecht auf kulturelle Teilhabe und das Verfassungsgebot der
Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse werden dadurch beeinträchtigt.
Hinzu
kommt, dass vor allem die jüngere Generation, die mit dem Angebot der neuen digitalen
Medien aufgewachsen ist, neue kulturelle Orientierungen und Interessen
ausbildet, die in der Kulturpolitik noch nicht ihren Niederschlag gefunden
haben.
Kulturpolitik braucht handlungsfähige Kommunen
Die Länder
und Kommunen haben in Deutschland einen gesetzlich festgelegten Kulturauftrag.
Er ist in allen Landes- und Kommunalverfassungen enthalten. Die
Kulturförderung liegt vor allem in der Hand der Städte und Gemeinden. Sie sind
die Garanten für Reichtum, Vielfalt und Qualität unserer kulturellen
Landschaft. Deshalb darf der kommunale Kulturauftrag nicht unter einen
permanenten und radikalen Finanzierungsvorbehalt gestellt werden.
Alle
politisch Verantwortlichen haben dafür Sorge zu tragen, dass die Kommunen
ihren Kulturauftrag ausfüllen können.
Wenn weitere finanzielle Belastungen der Kommunen deren
Gestaltungsfreiheit im Kulturbereich auf Null reduzieren, kann der
Verfassungsauftrag nicht mehr erfüllt werden. Alle Ebenen unseres Staates und
alle politisch Verantwortlichen haben dafür Sorge zu tragen, dass die Kommunen
ihren Kulturauftrag ausfüllen können. Folgende Maßnahmen können dabei behilflich
sein und sollten ernsthaft geprüft werden: Ein Substanzerhaltungsprogramm des Bundes und der Länder,
um öffentliche und freie Kultureinrichtungen in den Kommunen vor dem Ruin zu
bewahren; eine Kulturpauschale
der Länder im Finanzausgleich der Kommunen durch die Aufstockung der
Verbundmasse, die von Haushaltssicherungsmaßnahmen der Aufsichtsbehörden unberührt
bleibt; Kulturfördergesetze der Länder,
die insbesondere die kulturelle Bildung als Pflichtaufgabe in den Kommunen
einordnen, um die Voraussetzungen für die kulturelle Teilhabe aller
Bevölkerungskreise zu verbessern.
Kulturpolitik muss wirkungsvolle Reformen anstoßen
Eine
auskömmliche und verlässliche Finanzierung öffentlicher Kulturaufgaben durch
Bund, Länder und Kommunen ist eine notwendige, aber keine hinreichende
Bedingung für die Zukunftsfähigkeit der kulturellen Infrastruktur. Aufgrund des
immens gewachsenen Freizeit- und Medienangebotes und der veränderten
kulturellen Interessen in der Gesellschaft wird sich die Nachfragesituation für
kulturelle Einrichtungen und Angebote in den nächsten beiden Jahrzehnten tief greifend
verändern. Darauf wird sich die Kulturpolitik durch eine offensive Strategie
zur Erweiterung des Kulturpublikums sowie zum Umbau und zur Weiterentwicklung der
kulturellen Infrastruktur einstellen müssen, damit nicht „Hülle ohne Fülle“ das
Ergebnis sein wird.
Kunst und Kultur dürfen nicht wirtschaftlichen Zwecken untergeordnet
werden.
Ziel muss es sein, für mehr Teilhabegerechtigkeit zu
sorgen. Dies bedeutet: Vorrang für kulturelle Bildung, um die Kulturkompetenz
jedes Einzelnen zu stärken. Die Entwicklung von Angebotsformaten, die der
veränderten Sozialstruktur Rechnung tragen, und eine soziale Eintrittspreisgestaltung
sind unverzichtbar, um den Zugang für möglichst viele Menschen zu ermöglichen.
Neue Konzepte der Kulturvermittlung und der Besucherorientierung müssen zu Standardprogrammen
aller Kultureinrichtungen werden. Ein Bundesförderfonds für interkulturelle Projekte
(s. dazu auch den Vorschlag der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“),
ist auf Bundesebene einzurichten, um die „Kultur der Anerkennung“ an
Beispielen konkret werden zu lassen.
Kulturpolitik ist Gesellschaftspolitik. An diesem Anspruch werden wir die Kulturpolitik von
Bund, Ländern und Kommunen auch in Zukunft messen. Die Kulturpolitik muss sich
wie alle anderen Politikbereiche auf die wirtschaftlich schwieriger gewordene
Situation einstellen. Statt übereilter Schließungen von Kultureinrichtungen ist
ein sinnvoll geplanter Umbau der kulturellen Infrastruktur voranzutreiben,
damit sie für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet ist. Kunst und
Kultur dürfen nicht wirtschaftlichen Zwecken untergeordnet werden.
Wir erwarten von den politisch Verantwortlichen, dass sie den Ernst der
Lage erkennen, in der sich viele Kultureinrichtungen befinden, und mit
Besonnenheit und Sachverstand die Weichen für die Zukunft stellen. Dazu gehört
auch, dass Angebote der kulturellen Bildung gesichert werden und Einsparungen
im Kulturbereich nicht einseitig zu Lasten der Freien Kulturszene sowie der
Sozio- und Breitenkultur gehen dürfen.
Das Seebeben hat stattgefunden, die Wellen bauen sich auf
und jeder weiß, dass eine Katastrophe naht.
Spar-Tsunamie rollt: Wuppertal, Köln,
Hamburg, Stuttgart ...
Wir zitieren eine Pressemitteilung des Deutschen Kulturrats vom 22.
November 09: Der Kulturbereich muss jetzt auf die Straße gehen und den
Sparkommissaren die Rote Karte zeigen
Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände,
warnt seit einem Jahr vor der großen Sparwelle, die besonders die kommunalen
Kulturstrukturen treffen wird. Jetzt werden die Auswirkungen auf breiter Front
sichtbar. Das Wuppertaler Schauspielhaus zum Beispiel soll geschlossen werden.
Wie in Wuppertal soll auch in Köln die Kulturausgaben drastisch gesenkt werden.
Um mehr Informationen über die Situation der Kulturfinanzierung zu
erhalten, hat der Deutsche Kulturrat Oberbürgermeister der deutschen Städte
über 100.000 Einwohnern befragt, wie sich die Kulturfinanzierung in der
jeweiligen Stadt mit Blick auf die schwierige Haushaltslage entwickeln wird, ob
Spielräume für Investitionen gesehen werden und welche Akzente gesetzt werden
sollen.
Alle Oberbürgermeister (39), die sich an der Befragung beteiligt haben,
sehen sich vor einer äußerst schwierigen Haushaltssituation. Städte, die
bereits seit Jahren in der Haushaltssicherung sind, d.h. deren Haushalte von
der Kommunalaufsicht genehmigt werden müssen, sehen kaum mehr Spielräume,
Einsparungen vorzunehmen. Einsparungen würden hier Schließungen bedeuten, die
zugleich die Abwärtsspirale verstärken würden.
Trotz der deprimierenden Situation in den Kommunen wird ein
Hoffnungsschimmer sichtbar. In Hamburg zum Beispiel protestierten
Kulturschaffende vehement gegen den Plan, den Kulturetat von 211 auf 201
Millionen Euro auszudünnen. Auch in Stuttgart regt sich deutlicher öffentlicher
Widerstand gegen die Streichung von 5 Millionen Euro im Kulturetat.
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagt:
„Die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf den Kulturbereich
erscheinen teilweise wie ein Tsunami. Das Seebeben hat stattgefunden, die
Wellen bauen sich auf und jeder weiß, dass eine Katastrophe naht. Doch was kann
getan werden? Hoffen ungeschoren davonzukommen? Weglaufen oder sich entgegen
stellen? Und vor allem, was passiert nach der Überflutung und der
unausweichlich damit einhergehenden Zerstörung? Der Kulturbereich muss jetzt
auf die Straße gehen und den Sparkommissaren die Rote Karte zeigen. Die
Kulturausgaben der Kommunen, der Länder und des Bundes betragen laut
Kulturfinanzbericht des Statistischen Bundesamtes gerade einmal 1,6 Prozent der
öffentlichen Ausgaben. Selbst wenn man jetzt viele Kultureinrichtungen kaputt
spart, werden die Schuldenberge nicht sichtbar abschmelzen. Der Schaden für
unser Gemeinwesen wird aber unbezahlbar sein.
www.kulturrat.de
Steuerpolitik für Kunst und Kultur - Resolution des
Deutschen Kulturrates mit steuerpolitischen Vorschlägen für die 17. Wahlperiode
des Deutschen Bundestags
Das Steuerrecht ist ein wichtiges Instrument zur direkten
und indirekten Kulturförderung.
Wir zitieren
eine Resolution des Deutschen Kulturrats vom 20. November 09: Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der
Bundeskulturverbände, legt mit dieser Resolution Vorschläge zur Veränderung des
Steuerrechts in der 17. Wahlperiode des Deutschen Bundestags vor. Das
Steuerrecht ist ein wichtiges Instrument zur direkten und indirekten
Kulturförderung. Ein kulturfreundliches Steuerrecht kann dazu beitragen, dass
sich mehr Menschen in Kulturorganisationen engagieren, dass
Kulturorganisationen unkompliziert ihren steuerlichen Pflichten nachkommen,
dass der Kulturaustausch unbürokratisch ablaufen kann, dass der Kauf von
Kulturgütern breiten Bevölkerungsschichten möglich ist und vieles andere mehr.
Der Deutsche Kulturrat legt die steuerpolitischen Vorschläge bewusst
direkt zu Beginn einer neuen Wahlperiode vor, damit eine mittelfristige Debatte
im Deutschen Bundestag stattfinden kann. Der Deutsche Kulturrat konzentriert
sich in dieser Resolution bewusst auf wenige konkrete Vorschläge, deren
Umsetzung ihm aber besonders dringlich ist. Der Deutsche Kulturrat formuliert
teilweise Anliegen mit einer längerfristigen Zielsetzung, die im europäischen
Kontext zu sehen sind.
Umsatzsteuer / Optionsmodell zur Umsatzsteuerbefreiung
Der Deutsche Kulturrat appelliert an die Bundesregierung sich auf
europäischer Ebene dafür einzusetzen, dass Kultureinrichtungen ein Wahlrecht
eingeräumt wird, ob sie die Möglichkeit der Umsatzsteuerbefreiung nutzen
wollen oder nicht. Bereits die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags
„Kultur in Deutschland“ hat in ihrem Schlussbericht (Bundestagsdrucksache
16/7000) ein solches Optionsrecht empfohlen. Aktuell stehen insbesondere
privatwirtschaftliche Kultureinrichtungen vor dem Problem, dass die
Finanzbehörden von sich aus für eine Umsatzsteuerbefreiung votieren und die
entsprechenden Schritte bei den zuständigen Kulturbehörden einleiten, ohne
zuvor mit den Kultureinrichtungen Rücksprache genommen zu haben. Für die
Kultureinrichtungen hat dieses Vorgehen negative Auswirkungen, da oftmals in
beträchtlichen Umfang Steuern nachgezahlt werden müssen.
Einkommenssteuer / Beschränkte Steuerpflicht ausländischer Künstler
Der Deutsche Kulturrat hält nach wie vor eine grundlegende Reform der
beschränkten Steuerpflicht für ausländische Künstlerinnen und Künstler, die in
Deutschland auftreten, für erforderlich. Zwar wurden mit dem Jahressteuergesetz
2009 einige Verbesserungen erreicht. Umfassend wurde das Problem aber nicht
gelöst.
Der Deutsche Kulturrat erinnert daher an seinen eigenen Vorschlag
„Besteuerung ausländischer Künstler unkompliziert regeln! – Stellungnahme des
Deutschen Kulturrates zur beschränkten Steuerpflicht ausländischer
Künstlerinnen und Künstler“. Dieser Vorschlag geht über eine Reparatur am
bestehenden System hinaus und reformiert das System der Besteuerung
ausländischer Künstler grundlegend. Der Deutsche Kulturrat zieht eine solche
grundlegende Reform, die auf europäischer Ebene ebenso vorangetrieben werden
könnte, einer kleinen Lösung im Rahmen des bestehenden Systems vor. Er fordert
daher die Mitglieder des neu gewählten Deutschen Bundestags und des
Europäischen Parlaments sowie die Bundesregierung und die Europäische
Kommission auf, diesen Vorschlag gerade mit Blick auf den Abbau von Bürokratie
und die Stärkung der Mobilität der Künstler zu prüfen.
Kulturorchestererlass
Ebenso sieht der Deutsche Kulturrat das Erfordernis, den Kulturorchestererlass
zu modernisieren und vor allem zu entbürokratisieren.
Gemeinnützigkeitsrecht
In der 16. Wahlperiode wurden einige Verbesserungen im Gemeinnützigkeits-
und Spendenrecht vorgenommen, die das bürgerschaftliche Engagement im
Kulturbereich stärken. Diese Strategie der Stärkung des bürgerschaftlichen
Engagements sollte aus Sicht des Deutschen Kulturrates konsequent weiter
verfolgt werden. Als besonders wichtig erachtet der Deutsche Kulturrat die
zeitnahe Mittelverwendung auf drei Jahre auszudehnen.
www.kulturrat.de
Private Krankenversicherung und ALG II
Privat krankenversicherte so genannte „Hartz-IV-Empfänger“ haben
Anspruch auf die volle Erstattung ihrer Beiträge. Das hat das Sozialgericht
Gelsenkirchen in einem Eilbeschluss klar gestellt. Privatversicherte seien mit
freiwillig in der gesetzlichen Kasse gleichzustellen, für die auch die
kompletten Beträge übernommen werden, wenn sie ALG II bekommen (Az.: S 31 AS
174/09 ER). (dpa)
Umsatzsteuerpflicht bei Zahlungen aus öffentlichen Kassen
1. Bei Zahlungen aus öffentlichen Kassen kann es an einem Leistungsaustausch
fehlen, wenn die Zahlung lediglich der Förderung der Tätigkeit des Empfängers
allgemein, aus strukturpolitischen, volkswirtschaftlichen oder
allgemeinpolitischen Gründen dient und nicht der Gegenwert für eine Leistung
des Zahlungsempfängers an den Geldgeber ist.
2. Bei Leistungen, zu denen sich die Vertragsparteien in einem gegenseitigen
Vertrag verpflichtet haben, liegt grundsätzlich ein Leistungsaustausch vor.
3. Für die Steuerbarkeit einer Leistung ist nicht entscheidend, ob sie
letztlich im öffentlichen Interesse liegt. Ein Interesse der Allgemeinheit, das
dem Handeln jeder öffentlich-rechtlichen Körperschaft innewohnt, schließt die
Identifizierbarkeit des Leistungsempfängers nicht aus. Entscheidend ist nur, ob
ein individueller Leistungsempfänger vorhanden ist, der aus der Leistung einen
konkreten Vorteil zieht.
BFH - Urteil vom 18.12.2008 - V R 38/06 (aus Vereinsknowhow.de –
Vereinsinfobrief Nr. 182 – Ausgabe 11/2009 – 30.06.2009)
Schauwerk Dresden-Hellerau sucht
Theaterschaffende - In
der Zeit vom 8. Januar 2010 – 1. April 2010 sollen im Schauwerk Dresden zwei
Produktionen erarbeitet werden, geplant sind Mark Ravenhills „Shoot/ Get
Treasure/ Repeat“ und Neil LaButes „Some Girl(s)“. Ergänzend zur
Inszenierungsarbeit gibt es einen Workshop, der sich an der Schauspieltechnik
von Michael Tschechow orientiert, Sprechunterricht, Körpertraining und Basics
in Camera.
Dafür
können sich Theaterschaffende der verschiedensten Profile bewerben mit den
üblichen Unterlagen kontakt@schauwerk-dresden.de
Das
Angebot richtet sich an SchauspielerInnen, Bühnen- und KostümbildnerInnen,
DramaturgInnen und RegieassistenInnen, die Leistungsempfänger von der Agentur
für Arbeit sind und damit einen Bildungsgutschein im Rahmen der beruflichen
Weiterbildung (§ 85 SGB III) beantragen können. Dieser Bildungsgutschein ist Voraussetzung
für die Teilnahme.
Schauwerk Dresden-Hellerau | Moritzburger
Weg 67 | D-01109 Dresden | 0351-2630110 | kontakt@schauwerk-dresden.de
| www.schauwerk-dresden.de
Survivalkit Freie
Theater von Stefan Kuntz - „… ein wahrlich unentbehrliches
Handbuch für das Überleben im Paragrafendschungel des Kulturbetriebes…“ hieß
es im Fundevogel über den SURVIVALKIT Freie Theater - und Theater der
Zeit urteilte: „Wer dies Büchlein gelesen hat, kann vielen kleinen und
größeren Katastrophen, die der künstlerischen Arbeit allzu leicht ein jähes
Ende bereiten können, aus dem Wege gehen.“
Das unverzichtbare Buch von Stefan Kuntz, das bereits in der 7. Auflage
erschienen ist, gibt es
in Buchform und als digitale Fassung.
SURVIVALKIT
Freie Theater, Flickzeug und Überlebenspäckchen in der immer Freieren
Marktwirtschaft. Hg: Bundesverband Freier Theater e.V., völlig überarbeitete
und aktualisierte Auflage, Hannover Januar 2008, 411 S., 28 Euro für
Nicht-Mitglieder, Mitglieder eines Landesverbandes 20 Euro, Bezug der Printversion:
BUFT, Laft, Lister Meile 27, 30161 Hannover, Tel. 0511 – 3535486, laft@laft.de (Bestellung
gegen Rechnung).
Die
digitale Version (Diskette/CD-ROM) ist ständig auf dem neuesten Stand der
Bürokratie mit allen wichtigen Änderungen. Zu bestellen ist sie nur bei Stefan
Kuntz, Kosten: 16,99 Euro
inklusive Versand und MWSt, Quittung wird ausgestellt. Bestellformular unter: www.kuenstlerrat.de
Regionale Kooperationen
im Kulturbereich - Theoretische Grundlagen und Praxisbeispiele. Erscheint im Dezember 2009, 398 S., kart.,
29,80Euro, ISBN 978-3-8376-1050-5. Die Bedeutung regionaler Kooperationen im
Kulturbereich nimmt zu. Während einerseits die Grenzen der Einrichtungen bzw.
der Kultursektoren durchlässiger werden, steigt andererseits der Druck der
gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse. Um diesen
Herausforderungen gerecht zu werden, setzen regionale Akteure zunehmend auf die
vielfältigen Optionen der Zusammenarbeit. Verstärkt werden diese Entwicklungen
durch das Governance-Konzept, das in den vergangenen Jahren vermehrt im Kontext
einer aktivierenden Kulturpolitik diskutiert wird. Viele Wissenschaftler und
Praktiker haben das 21. Jahrhundert bereits zum „age of alliances“ ausgerufen.
Sie sind davon überzeugt, dass der Grad der Kooperationsfähigkeit einer
öffentlichen oder privaten Non-Profit-Einrichtung künftig über deren Existenz
entscheiden wird. In diesem Sinne zeigen die Beiträge dieses Buches Grundlagen
und Möglichkeiten regionaler Kooperationen im Kulturbereich auf. Das Buch
wendet sich in theoretischer und praktischer Ausrichtung an interessierte
Wissenschaftler und Studierende ebenso wie an Praktiker aus dem öffentlichen,
frei-gemeinnützigen sowie privaten (Kultur-)Sektor.
Patrick S. Föhl,
Diplom-Kulturarbeiter, ist Gründer und Leiter der Forschungsgruppe »Regional
Governance im Kulturbereich« an der Fachhochschule Potsdam, lehrt an mehreren
in- sowie ausländischen Hochschulen, ist freier Kulturberater und Autor
zahlreicher Publikationen zum Kulturmanagement in Theorie und Praxis.
Iken Neisener,
Diplom-Kulturarbeiterin, ist Projektleiterin in der Forschungsgruppe „Regional
Governance im Kulturbereich“ an der Fachhochschule Potsdam, arbeitet als freie
Kulturberaterin und ist im Vorstand eines Non-Profit-Unternehmens.
Kultur 2.0 - Neue Web-Strategien für das Kulturmanagement
im Zeitalter von Social Media. Erscheint im März 2010,
ca. 260 S., kart., ca. 26,80Euro
ISBN 978-3-8376-1352-0 Interaktive
Web-2.0-Tools wie Blogs oder Twitter haben einen Paradigmenwechsel vollzogen:
Die bisher praktizierte, klassische Einweg-Kommunikation verliert an
Bedeutung. Stattdessen sammeln sich Interessierte in sozialen Netzwerken, um
sich auszutauschen. Dies eröffnet auch ganz neue Möglichkeiten für das
Kulturmarketing. Erstmalig für den deutschen Raum führt dieser Band in die
kultur- und medientheoretischen Grundlagen ein und stellt aktuelle
Entwicklungen sowie Trends vor. Am Beispiel bestehender Projekte werden die
Erfolgspotenziale von Web-2.0-Strategien für Kultureinrichtungen verdeutlicht.
Anschaulich und praxisnah wird gezeigt, wie Kulturmanager/-innen mithilfe von
Online-Tools Beziehungen zu neuen Zielgruppen knüpfen und vertiefen können.
Die Autoren Hans
Scheurer (Prof. Dr.) und Ralf Spiller (Prof. Dr.) lehren an der Macromedia
Hochschule für Medien und Kommunikation in Köln. Sie sind dort im Studiengang
Medienmanagement verantwortlich für die Fachrichtung PR- und
Kommunikationsmanagement.
Redaktion:
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