trauerSPOTT
vom 11. Januar 2009

Liebe Manuela,
      als ich die erste Nachricht in der Zeitung sah, war ich mir nicht sicher:

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      Solltest das wirklich Du sein? Das konntest nicht Du sein! Obwohl wir nicht viel miteinander gemeinsam und/oder zu tun hatten, stand mir immer dein lachendes und unverwüstlich erscheinendes Gesicht vor Augen. "Sie wird noch lachen, da hat's mich längst erwischt", dachte ich und es wäre nicht ungerecht. Und ich hätte es Dir auch nicht übel genommen, weil Du wohl wusstest, dass unsere, meine Arbeit nicht ganz unwichtig ist, Du Dich aber von dem Themenspektrum - oft zu Recht - nicht angesprochen fühltest.
      Ich habe nicht vergessen, wie Du nach Berlin kamst und Dich zu orientieren suchtest. Dann kam die zweite Anzeige:

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      Und da war es war klar. Du bist es! Und ich bin beschämt, dass Du gegangen bist, vor mir, ohne mir etwas davon anzudeuten. Es bleibt, dass mit Dir eine von uns gegangen ist, die einmalig war. An das Hospiz werden wir als Verein und ich als dessen Geschäftsführer eine Spende überweisen. Ich hoffe, Du hast nichts dagegen, dass ich zu Deiner Bestattung eine Blume für Dich mitbringe.

Gerd Hunger

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